Glückliche Personalsuche

Mitarbeitersuche mit Happy End

“Verliebt, verlobt, verheiratet. Die Suche nach einem Lebenspartner und die Personalsuche haben einiges gemeinsam.” (HarvardBusinessManager 08/2014)

Schmunzelnd las ich die Tage wieder einen Artikel zum Thema Employer Branding im Harvard Business Manager. Das Magazin beschäftigt sich in dieser Ausgabe ausführlich mit meinem Lieblingsvergleich: Paar- und Berufsbeziehungen.

Was hat die Suche nach einer Lebenspartnerschaft mit Unternehmen auf Mitarbeitersuche gemeinsam?
Mehr als uns offensichtlich bewusst ist. Zu diesem Schluss kommen auch die Autoren des HBM-Artikels (Franz-Rudolf Esch, Christian Knödle und Kristina Strödter). Denn laut deren Beobachtung bedienen sich Unternehmen wir Flirter und Partnersucher des gleichen Zauberkastens.

Hier also im Partnervergleich zusammengefasst sechs markante Prinzipien für erfolgreiches Employer Branding.

1. Attraktiv sein
„Nur die inneren Werte zählen“… Im zweiten Schritt ist das sicher immens wichtig. Am Anfang besagt die Realität: Hohe Attraktivität führt in Beziehungen wie bei Unternehmen zu mehr Bewerbern. Styling, Kleidung, Außendarstellung (Homepage, Kampagnen etc.) geben ein Bild ab, das beim Gegenüber in jedem Falle Eindruck hinterlässt.

2. Sich authentisch zeigen
Da ist es wieder mein Thema! Ehrlich, wer will in Partnerschaftsanzeigen, genauso wie in Stellenanzeigen folgendes lesen? „Ich bin genauso wie alle anderen, habe nichts Besonderes und weiß eigentlich auch nicht genau wen ich hier suche.“ Leicht zynisch ausgedrückt: Da kommen sicherlich die innovativsten, motiviertesten und engagiertesten Bewerbungen drauf…

3. Echtes Treffen
Ähnlich wie bei Dating-Portalen gilt die Devise: Man kann sich ewig schreiben und telefonieren. Die ganze Chemie kommt aber beim persönlichen Treffen zum tragen. Also, zügige Kommunikation und zügiges Treffen. Ewig lange Entscheidungsprozesse hinterlassen ein „fades“ Gefühl.

4. Entscheidung zeitnah
Es macht auch keinen guten Eindruck, wenn Stellen immer wieder ausgeschrieben werden, nur weil zu kritisch nach dem Perfekten gesucht wird – denn dann wirken sie wie „Ladenhüter“. Bedeutet, jeder hat Macken, Kanten und Ecken und hat sich vielleicht in seiner Bewerbung ein klein wenig mehr herausgeputzt. Das gilt aber sicher immer für beide Parteien. Kompromisse gilt es also zu schließen, denn „Pretty Woman“ ist leider eine Märchenvorstellung.

5. Beziehung im Alltag
Jeder kennt es. Die Werbungsphase ist vorbei, die rosarote Brille unten und es geht ans Eingemachte. Jetzt zeigt sich, wie das Zusammenleben funktioniert, denn schließlich will man ja zusammenbleiben, glücklich bis ans Ende der Tage. Wenn der erste Arbeitstag schon damit beginnt, dass nur der Besprechungsraum und die Stellenanzeige Hochglanz waren, aber der Rest des Bildes gar nicht übereinstimmt, ist der Schock schon mal groß. Stimmt also die Kommunikation nach außen grundsätzlich mit der Wahrheit überein? Prüfen.

Hinzu kommt selbstverständlich die gegenseitige Wertschätzung. Für Unternehmen zum Beispiel: Trainings, Coachings, Weiterbildungen, Perspektiven. Vision: Wo soll die Partnerschaft hinführen? Zeigt sich dies nicht, wird es doppelt schlimm. Teure Bezahlung für Mitarbeiter, die vielleicht schon innerlich gekündigt haben, sich nicht mehr bemühen und unter umständen Ausschau nach einer neuen „besseren Hälfte“ halten.

6. In Ruhe trennen
Manchmal klappt es mit dem Glück „bis ans Ende ihrer Tage“ dann doch nicht oder nicht auf Anhieb. Wer allerdings Streitereien vermeidet, dem bietet sich die Chance, dass nach einer weiteren Runde der Erfahrung gute Mitarbeiter häufig wieder zurückkehren, verbunden mit wertvollen neuen Erkenntnissen, die sie nun in ein bereits bekanntes Umfeld einbringen.

 

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