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Das große Geschenk von Ostern ist Hoffnung

“Ich bin kein Optimist, aber ich glaube an Hoffnung” – Nelson Mandela

Wenn man das Wort “Hoffnung” bei Google eingibt, erhält man über 72.900.000 Treffer, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
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Von Corona-Hoffnungen, über Sport-Hoffnungen bis zu Videos, in denen erklärt wird, warum Hoffnung dir dein Leben kaputt machen kann. Ähnlich verhält es sich mit Zitaten – unzählige davon zum Thema Hoffnung. Gleichzeitig hoffen wir auf gute Zeiten, sind guter Hoffnung, dass ein Vorhaben klappt, warten freudig aufgeregt, dass hoffentlich bald eine für uns wichtige Nachricht eintrifft oder verlieren auch mal die Hoffnung, wenn eine Situation aussichtslos erscheint. Es gibt wahrscheinlich wenig Begriffe, die wir so alltäglich benutzen und die gleichzeitig so schwer zu erfassen sind, wie die Hoffnung. 

In diesen Tagen feiern wir mit Ostern eines der wichtigsten christlichen Feste. Das Fest, das den Fluss des Lebens ehrt und auch leidvolle Erfahrungen und Sterben einschließt und schließlich am Ostersonntag mit der Auferstehung von Jesus Christus das ewige Leben feiert. Das Fest der Hoffnung.

Was ist Hoffnung überhaupt? Was machen hoffnungsvolle Zeiten aus?

Hoffnung wird im Volksmund gerne mal mit naiv oder realitätsfremd gleichgesetzt. Ist das wirklich so? 
Hier eine wissenschaftliche Definition im Rahmen eines Forschungsprojektes zu Hoffnung, Optimismus und Lebenszufriedenheit: “Hoffnung verstehen wir als den allgemeinen Glauben, das Vertrauen und die Zuversicht, dass die Dinge, Ziele und Verhältnisse, die wir uns wünschen, weil sie gut und wichtig für uns sind und die wir daher erreichen wollen, trotz Widrigkeiten und Hindernissen und möglicherweise auch entgegen negativer Erwartungen und angeblich gegenteilig lautender objektiver Fakten sich so entwickeln werden, wie es für uns und unser Umfeld richtig und gut ist, sodass es sich lohnt, dran zu bleiben und sich beharrlich dafür zu engagieren.” (*1)

Haben wir im Grunde nicht alle eines gemeinsam? Den Wunsch nach einem guten Leben?

Hoffnungsvolle Menschen haben eine positive Einstellung gegenüber der Zukunft, hoffen das Beste und tun ihr Mögliches, um ihr Ziele zu erreichen.(*2) 
Klingt gar nicht mehr so realitätsfremd, sondern machbar. Wie? Wir können Verantwortung übernehmen. Für uns und unsere Zukunft. Dafür, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen und diese dann bewusst angehen. Schritt für Schritt. Liebevoll, geduldig, mit Freude und Ausdauer. Jeden Tag ein wenig mehr in die Richtung. 

Ob du nun gläubig bist oder nicht, denkst, dass Hoffnung hilfreich oder naiv ist. Hoffnung ist nicht nur irgendein Gefühl mit einer Erwartungshaltung, geprägt von Passivität. Sondern sie kann gerade in Zeiten, in denen du Unsicherheit und Angst erlebst, eine Energiequelle sein. Ein Motivator, der dir hilft, die Ausdauer und das Engagement für das zu behalten, was dir sinnvoll und wichtig erscheint.(*1)

Und so erinnert uns das Osterfest daran, dass Zeit vergänglich ist, Herausforderungen genommen, Rückschläge überwunden und Ziele erreicht werden können. All dies gehört wie die vier Jahreszeiten zum Zyklus des Lebens. Hoffnung ist wie der Frühling, der sich im Vertrauen auf das Leben jedes Jahr aufs Neue kraftvoll engagiert. Frohe Ostern.

“Glück ist kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht innerer Einstellung” – Erich Fromm 

Eveline Brandhofer/ Juliane Jung

(*1 Krafft/Walker) / (*2 VIA-IS Charakterstärken Interpretation)

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